Im Gay Club

Es war das erste Mal, dass er so etwas wie dieses "Etablissement" besuchte. Er wusste gar nicht, was für einen Gattungsbegriff er diesem Club geben sollte, der sich einer Sauna, eines Whirlpools, diverser "Räume für diskrete private Unternehmungen" und einiger anderer Annehmlichkeiten rühmte. Am besten konnte man das alles wohl noch als einen Sexclub bezeichnen. Nur mit der Besonderheit, dass ausschließlich Männer Zutritt hatten. Es war ein Club für Schwule, für Gays. Ein Gaysex Club.

Er hatte lange gebraucht, bis er sich selbst als Gay gesehen hatte. Viele Jahre lang hatte er es immer wieder mit Frauen versucht, hatte die Tatsache, dass sie ihn sexuell nicht wirklich befriedigen konnten, auf alles Mögliche geschoben; vor allem auf zu viel Stress, zuerst im Studium, dann im ersten Job.

Erst mit der Zeit hatte er sich darüber klar werden müssen, dass er nicht heterosexuell war. Er war auch nicht nur bisexuell - sondern er fand ausschließlich Männer interessant. Eigentlich hätte er nicht einmal sagen können, warum ihm sein Schwulsein solche Probleme bereitete, wo es doch gesellschaftlich längst als normal galt. Fest stand nur, es war eben einfach so. Deshalb hatte er sich auch richtig dazu überwinden müssen, diesen Gay Club zu besuchen, den er über das Internet gefunden hatte.

Aber jetzt war er hier, in diesem "Nobel Darkroom für gehobene Kreise", wie ein User den Club genannt hatte - vielleicht lobend, vielleicht auch verächtlich; und jetzt würde er der Sache mit dem Gaysex auch auf den Grund gehen, das hatte er beschlossen.

Am Eingang zahlte er seinen Eintritt, empfand es als angenehm, dass dort ein Mann saß und keine Frau, und dass der auf ihn vollkommen gleichgültig reagierte, ihn nicht anstarrte, kein Aufhebens machte.

Im Club selbst begrüßte ihn ein anderer Mann, der ihn im Schnelldurchgang durch die Räumlichkeiten führte, ihm kurz und knapp alles erklärte, und ihn dann in der Umkleidekabine alleine ließ.

Dort zog er sich um; oder vielmehr aus. Er nahm das flauschige, große weiße Handtuch, das ihm überreicht worden war, und schlang es sich wie einen Lendenschurz um die Hüften. Darunter war er nackt.

Noch waren nicht sehr viele Männer im Club, wie er bereits festgestellt hatte. Am meisten hätte ihn der Whirlpool gereizt, aber da vergnügten sich gerade zwei schwule Kerle miteinander. Er wandte verlegen den Kopf ab, fühlte seinen Körper glühen und seinen Schwanz unter dem Handtuch sich aufrichten.

Hoffentlich sieht man das von außen nicht, dachte er. Vor der Tür der Sauna blieb er stehen. Eigentlich hatte er keine Lust auf ein Saunen; ihm war ohnehin schon heiß. Unschlüssig setzte er sich auf die Bank davor.

Es dauerte nicht lange, bis jemand aus der Sauna kam; nackt, mit nur dem Handtuch um die Hüften wie er. Der Mann ließ das Handtuch einfach auf den Boden fallen, stellte sich nackt unter die Dusche, die neben der Sauna angebracht war.

Ebenso heimlich wie gierig betrachtete er die nackte männliche Form, die eine solche Erregung in ihm weckte. Sonderlich gutaussehend war der Mann nicht - und dennoch reizte er ihn. Er hatte urplötzlich Lust auf ihn.

Prustend kam der andere unter der eiskalten Dusche empor, nahm sein Handtuch wieder auf, sah ihn auf der Bank sitzen und stutzte. Ohne sich das Handtuch wieder umzulegen, setzte er sich ebenfalls auf die Bank. Die schmalen, beinahe knöchernen Schenkel des Mannes waren seinen eigenen, muskulösen ganz nahe.

Dann legte der Mann kurz die Hand auf seine, nickte ihm zu und ging davon, ohne ein Wort zu sagen. Sein Herz hämmerte. Er wusste aus dem Internet, was dies bedeutete. Es war ein Angebot zum Gay Sex. Wenn auch er Lust auf den anderen hatte, musste er jetzt aufstehen und ihm nachgehen, in eines der "diskreten" Zimmer.

Kurz schwankte er, doch dann erhob er sich entschlossen und folgte dem Mann, der aus der Sauna gekommen war, folgte ihm in ein Zimmer, ziemlich schmucklos ausgestattet, mit einem riesigen Bett, zwei kleinen Nachttischen rechts und links, zwei Stühlen und einem kleinen Tisch.

Auf dem Bett hatte der Mann es sich gemütlich gemacht, nackt, spielte dort mit seinem aufgerichteten Schwanz. "Nun komm schon,", sagte er jetzt ungeduldig zu ihm. Noch immer zögernd, schloss er die Tür, ging zum Bett. Der Mann richtete sich auf, zerrte an dem Handtuch. Ein erstaunter Ausruf begleitete die Entdeckung seiner Erektion. Ja, er war gut gebaut; er wusste es. Die Frauen hatten es ihm oft genug versichert.

Der andere zog ihn aufs Bett, nahm ihn in die Arme, streichelte ihn, küsste seinen Mundwinkel, zwängte seine Zunge in seinen Mund. Er war wie erstarrt. Erregt, ja; maßlos erregt. Aber außerstande, sich zu bewegen.

Erst als der andere sich auf ihn schwang, an ihm herab rutschte, bis sein Mund seinen harten Schwanz berührte, konnte er sich das erste Mal rühren. Er zuckte zusammen, wollte abwehren. Aber zu süß war das Gefühl der Zunge an seiner Eichel, als dass er sich dem hätte entziehen wollen. Auch wenn es nicht lange dauerte.
"Willst du zuerst?", fragte der Mann, nachdem er mit dem Kopf hochgekommen war. Er schüttelte erschrocken den Kopf. Um Himmelswillen nein - er hätte ja nicht einmal gewusst, worum es ging und was er tun sollte!

Auch jetzt wusste er nicht, was von ihm erwartet wurde, als der andere Mann ihn auffordernd ansah. Endlich machte er es ihm klar, er sollte sich aufrichten, sich umdrehen, auf alle Viere gehen. Heiß schoss ihm mit Scham vermischte Erregung durch den Körper. Das hätte er sich doch denken können, dass es um Analverkehr ging, um einen Arschfick, und dass er dem anderen seinen Arsch hinhalten musste!

Der andere holte etwas aus der Nachttischschublade, und er fühlte es kühl zwischen seinen Pobacken, die der andere so weit spreizte, dass es fast unangenehm war. Dann drang ein Finger in ihn ein. Er schrie leise aus. Es tat weh.

Hinter sich hörte er ein leises Lachen. "Eine Arschjungfrau!", amüsierte sich der andere. "So hübsch, und auch noch eine Arschjungfrau. Da hab ich ja heute den Hauptgewinn gezogen!"

Er ging davon aus, dass der Mann, nachdem er seine Unerfahrenheit entdeckt hatte, mit Vorsicht und Behutsamkeit zu Werke gehen würde. Dass das Gegenteil der Fall war, merkte er jedoch sehr schnell, als sich etwas Hartes, Dickes in seine Arsch bohrte, und ihn erst vor Schmerz, und später irgendwann dann aus Lust zum Brüllen brachte.

Es war alles nicht ganz so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hatte, in den Gaysex eingeführt zu werden und sozusagen ein zweites Mal seine Unschuld zu verlieren; aber letztlich war er mehr als zufrieden damit, es endlich gewagt zu haben. Er freute sich schon auf den zweiten Besuch im Gaysex Club.