Reife Frau und junger Mann

Ich lebe schon lange alleine. Mit 30 war ich mal ein paar Jahre verheiratet, aber diese Ehe hat nicht lange gehalten. Vorher und nachher war ich immer Single. Das heißt, ich hatte eigentlich fast ständig eine mehr oder weniger enge Beziehung, aber das war nie etwas wirklich Festes, und an ein Zusammenziehen habe ich nie gedacht.
Allerdings habe ich immer bekommen, was ich brauchte; Sex, und ein bisschen Wärme und Nähe, eine Freundschaft. Mir hat nie etwas gefehlt. Mein Leben war so, wie ich es wollte, und ich war zufrieden.

Doch dann, mit 49, wurde ich krank. Es war nichts allzu Schlimmes, aber ich lag erst ein paar Wochen im Krankenhaus, und dann gab es noch ein paar Wochen Reha.
Als ich endlich wieder zuhause war, war ich mittlerweile 50 geworden, und es war, als ob ich damit eine magische Grenze überschritten hatte. Ich fühlte mich alt; und wenn ich real auch noch nicht einmal ein Vierteljahr älter war als vor meiner Krankheit, kam es mir doch so vor, als sei es genau das entscheidende Vierteljahr, in dem ich aus dem "besten Alter" heraus und ins richtige Altern hinein gerutscht war.

Vorher hätte ich mich noch schlicht als reife Frau bezeichnet; und reife Frauen sind aktiv, sind attraktiv, kennen sich aus und sind erfahren. Das sind alles Vorteile. Aber hätte man mich in diesem Augenblick gefragt, zu welcher Kategorie ich mich zählte, ich hätte nicht mehr reife Frauen gesagt, sondern alte Weiber.

Ich verfiel in eine schwere Depression. Irgendwann erkannte ich, dass es meine Einsamkeit war, die mir noch mehr zu schaffen machte als dass ich mich alt fühlte - oder vielmehr, dass das eine das andere bedingte. Ich fühlte mich alt, weil ich alleine war. Weil da kein Mann war, der mich wollte, richtig wollte.

Oder vielleicht war es auch umgekehrt? Vielleicht war ich auf einmal nicht nur wegen meiner überstandenen Krankheit allein, sondern auch weil ich mich alt fühlte? Selbstbewusstsein ist es mehr als alles andere, was reife Frauen interessant macht - doch genau das war mir jetzt verloren gegangen.

Ich beschloss, es herauszufinden, ob ich nun wirklich bereits für einen Mann zu alt war. Es kostete mich viel Energie, aber ich ging auf Partnersuche. Vorher hatte ich das nie gebraucht, private erotische Kontakte suchen - die hatten sich immer von selbst ergeben. Aber jetzt musste ich nachhelfen, und genau das wollte ich auch.

Im Internet, wo die Partnersuche heutzutage vorwiegend stattfindet, meldete ich mich in einem Singles Kontaktmarkt an. Das Echo auf meine Kontaktanzeige war überwältigend. Ich erhielt so viele Zuschriften, dass ich sie gar nicht alle beantworten konnte. Das gab meinem Ego einen gewaltigen Kick - und mir das Selbstvertrauen, unter den Bewerbern kräftig auszusieben. Schließlich wollte ich ja nicht einfach nur einen Mann - ich wollte einen Mann, der mich glücklich machen konnte. Trotz meines Alters.

Eine Zuschrift war unter den ganzen anderen, die hätte ich beinahe sofort in den Papierkorb verfrachtet, als ich feststellte, dass der Betreffende erst 23 Jahre alt war. Eine reife Frau über 50 und ein 23-jähriger junger Mann - was sollte das werden? Und wenn er zehnmal behauptete, auf reife Frauen zu stehen - glauben würde ich ihm das ganz bestimmt nicht! Wahrscheinlich war das nur ein dummer Spruch.

Andererseits gefiel mir dieses Mail inhaltlich von allen mit am besten, und ich beschloss, dass reife Frauen vielleicht keinen so jungen Liebhaber haben sollten, aber doch ganz gewiss einen Freund in dem Alter haben durften; Freund jetzt im Sinne von einer rein freundschaftlichen Beziehung, ohne Sex.

Ich will es kurz machen - es begann ein Mailwechsel, der darin gipfelte, dass wir sehr bald von leisen erotischen Andeutungen zu offen sexuellen Anspielungen übergingen. Wir verliebten uns ganz virtuell ineinander. Es war unglaublich - dieser junge Mann sorgte dafür, dass ich mich extrem lebendig fühlte; ja, fast wieder jung. Schon lange war ich nicht mehr so oft so erregt gewesen, wie wenn ich seine Mails las.

Irgendwann kamen wir beide zu dem Schluss, dass wir uns treffen mussten. Ich war total unruhig vor Vorfreude. Aber eine Stunde vor unserem Date bekam ich echte Angst. Natürlich, der junge Mann - Ben - wusste genau, ich war mehr als doppelt so alt wie er. Aber wusste er auch konkret, was das bedeutete?

Ich hatte mich nach dem Duschen sehr kritisch im Spiegel betrachtet. Meine Brüste hingen leicht herab, mein Po war nicht mehr sehr elastisch, meine Taille war zu breit, meine Hüften ebenfalls, ohne die angenehme Rundheit einer typisch weiblichen Form. Dafür war mein Bauch besonders von der Seite viel zu rundlich. Und dass ich meine Scham frisch rasiert hatte und das sehr gut aussah - ich fühlte mich nackt und seltsam erregt, ohne Schamhaare, zum ersten Mal seit über einem Jahr - konnte an dem Gesamteindruck nichts ändern.

Extrem unsicher schlüpfte ich in das vorbereitete durchsichtige Seidenhöschen, das meine frisch rasierte Muschi streichelte, meinen stützenden BH, der meinen Brüsten eine straffere Form verlieh, meinen langen Rock und eine Bluse, deren oberste Knöpfe ich aufstehen ließ. Ein breiter Gürtel verengte optisch meine Taille.

Angezogen wirkte ich wieder attraktiv, geradezu sexy für eine reife Frau ab 50. Aber was, wenn aus dem Date ein Sextreffen wurde? Wenn wir intim miteinander wurden und er mich nackt sah? Würde ich ihn dann auch noch anziehen können? Oder würde er mich nackt alt und hässlich finden? Ich hatte Angst.

Mit trockener Kehle überstand ich die nächste Stunde - aber dann war alles ganz einfach. Ich war zuerst da, im Lokal, das ich ausgesucht hatte, saß bereits an einem Tisch, als er hereinkam. Nach dem Foto, das er mir geschickt hatte, erkannte ich ihn sofort. Er sah sich suchend um. Sein Blick blieb an mir hängen; er lächelte, kam zu meinem Tisch.
Als er mir zur Begrüßung nicht die Hand gab, sondern mich umarmte, ging etwas ganz Seltsames in mir vor. Sein harter, junger Männerkörper gegen meinen weichen, reifen Frauenkörper sorgten dafür, dass ich mir vorkam, als hätte ich mich in eine warme, duftende Flüssigkeit verwandelt. Ich schmolz dahin. Und ich war urplötzlich wahnsinnig erregt.

Wie von selbst flüsterte ich die Frage in sein Ohr, ob wir nicht zu mir gehen sollten, statt hier einen Kaffee zu trinken.
Er lachte, drückte mich noch einmal fest an sich - und dann gingen wir zu mir in meine nur wenige Minuten zu Fuß entfernte Wohnung. Unterwegs hielten wir uns an den Händen wie ein frisch verliebtes Paar.

Noch im Flur küssten wir uns, und schon dabei begann er damit, meine Bluse aufzuknöpfen, mit ziemlich ungeschickten Fingern. Mitten in meine heiße Erregung hinein kam wieder die Angst, dass ich ihm zu alt sein könnte. Ich zitterte; meine Hände sanken wie von selbst nach unten, ich stand da wie erstarrt.

Ben verstand entweder, was mit mir los war, und wollte mir helfen - oder er bemerkte es nicht. Er machte einfach weiter, zog mir meine Bluse aus, den Gürtel, meinen Rock. In BH und Seidenhöschen, transparent genug, dass meine nackte Muschi hindurch schimmerte, stand ich da. Außerdem hatte ich nur noch meine Nylons und meine Pumps an.

Er trat einen Schritt zurück, betrachtete mich. Jetzt kommt es, dachte ich, und schloss die Augen. Jetzt würde er mir sagen, dass ich ihm doch zu alt sei, dass er sich geirrt hatte und alte Weiber ihm nicht reichten. Scham überrannte mich.

"Du machst mich geil!", sagte er leise. Ich musste lachen. So vulgär dieser Satz war - es war das beste Kompliment, das er mir machen konnte! All meine Unsicherheit war schlagartig verflogen. Ich fühlte mich sexy, frivol.

Und mit diesem Gefühl kehrte auch meine eigene Geilheit zurück. Ich nahm Ben bei der Hand, zog ihn ins Schlafzimmer. Er wollte gleich über mich herfallen, war in Windeseile aus seinen Klamotten geschlüpft, kam aufs Bett, wo ich bereits lag und ihm beim Ausziehen zugesehen hatte, und drängte sich mit seinem harten Schwanz zwischen meine Beine.

Aber nein - so hatten wir nicht gewettet! Es gab etwas, das ich als reife Frau diesem jungen Mann geben konnte; und zwar konnte ich ihm beibringen, dass Sex umso besser wird, je mehr Zeit man sich damit lässt. Ich verlangte von ihm, dass er sich einfach ganz ruhig aufs Bett legte und nichts tat. Er versprach es mir.

Dann kletterte ich über ihn, noch immer in BH und Höschen. Das gab mir noch mehr Sicherheit. Ich küsste seine Lippen, seine Wangen, seinen Hals, ließ meine Zunge über seine Schlüsselbeine gleiten bis hinab zu seinen Nippeln, an denen ich sachte knabberte. Anschließend huschte mein Mund über seinen Bauch, übersprang trotz seines ungeduldigen Stöhnens und Aufbäumens seinen Schritt, küsste und leckte seine Beine entlang bis zu den Kniekehlen, dann wieder zurück, ganz nach oben bis zu seinen Brustwarzen.

Dann musste er sich umdrehen. Ich streichelte seinen Rücken, seine festen Pobacken, zog einen Finger durch die Kerbe und ließ meine Zunge folgen. So liebkoste ich ihn von vorne und von hinten so lange, bis er vor Ungeduld ächzte.

Erneut durfte er sich auf den Rücken legen, und endlich kam ich mit meinem Mund und meiner Zunge zu der Stelle, wo er mich schon längst hatte haben wollen. Ich leckte über seine Eichel, massierte dabei die Schwanzwurzel und seine Eier. Stülpte meinen Mund über seinen Schwanz, bis es nicht mehr weiterging, ging nach oben, wieder nach unten.

Irgendwann packte er mich, und er war stark genug, es mir aufzuzwingen, dass ich mich umdrehte, bis meine Füße neben seinem Kopf lagen. Er holte sich meine Muschi an seinen Mund heran, küsste und leckte mich durch das Seidenhöschen hindurch.

Zuerst stöhnte ich nur und genoss es, doch dann suchte ich hungrig wieder nach seinem Schwanz, und mit dem Mund trieben wir uns gegenseitig bis zum Orgasmus. Zum ersten an diesem Tag, an dem ich aufhörte, ein Single zu sein ...